„Heirate oder heirate nicht, du wirst es stets bereuen“ (Sokrates) Zum Thema „Ehevertrag“:

Wenn der Hochzeitstermin naht, schweben die Brautleute im siebten Himmel. Alles wird bis ins kleinste Detail zum Teil jahrelang durchgeplant, um einen unvergesslichen Tag zu erleben. Seltsamerweise gehört die Vereinbarung eines Ehevertrages größtenteils nicht dazu. Tatsache ist aber, dass jede dritte Ehe in Deutschland scheitert, in Großstädten sogar jede zweite.

 

Die meisten Menschen schrecken beim Thema Ehevertrag zurück, da sie der Ansicht sind, damit würde das Scheitern der Ehe von vornherein einkalkuliert. Abgesehen von einigen, wie z.B. steuerlichen Vorteilen, entfaltet die Ehe ihre größte Wirkung im Fall des Scheiterns. Gerade dann treten die gesetzlichen Folgen für Unterhalt, Zugewinnausgleich und Versorgungsausgleich ein. Der Gesetzgeber hat hierfür Regeln erarbeitet, die auf eine Ehe nach klassischem Rollenbild (Alleinverdienerehe) zugeschnitten sind. Vor der Eheschließung sollte also jeder prüfen, ob diese vorgegebenen Regelungen passen oder ob sie nicht doch der persönlichen Situation mittels Vertrags angepasst werden sollten.

 

Im Ergebnis ist die Frage: „Ehevertrag, ja oder nein?“ keine romantische Frage. Die Frage muss eher lauten: Will ich den gesetzlichen Ehevertrag oder einen individuell auf mich abgestimmten Ehevertrag? Wer dennoch meint, die Romantik muss erst einmal im Vordergrund stehen, dem sei gesagt, dass ein Ehevertrag auch noch während der Ehe geschlossen werden kann.

Was die Kosten für einen Ehevertrag angeht, ist eine Vergütungsvereinbarung über ein Honorar nach Zeitaufwand (in der Regel stündlich) sinnvoll. Die Stundensätze liegen hierbei zwischen € 220,00 bis 300,00 zuzüglich MwSt. Hinzu kommen die Notarkosten, die sich anhand fester Gebührensätze (je nach Inhalt des Vertrages) richten.

Haben Sie hierzu Fragen, dann nehmen Sie doch unverbindlich den Erstkontakt mit mir auf.